Auch bei Vögeln gibt es so was Ähnliches wie einen Jetlag - schnelles Reisen durch die Zeitzonen bringt auch bei ihnen die innere Uhr aus dem Takt.

Das hat ein Team u.a. von der Uni Oxford bei Atlantiksturmtauchern beobachtet. Die Seevögel brüten an der Westküste der Britischen Inseln und fliegen auf der Nahrungssuche bis zu 1000 Kilometer übers Meer nach Westen und dann zurück. Die Analyse von GPS-Trackerdaten von fast 4000 solcher Flüge zeigt: Beim Fliegen durch die Zeitzonen kommt die innere Uhr der Atlantiksturmtaucher aus dem Takt. Die stellen die Vögel nämlich immer nach dem Sonnenaufgang neu ein. Bei schnellen Ost-West-Flügen passt die innere Uhr aber nicht immer sofort zum Sonnenstand am neuen Ort, die Vögel kommen da manchmal nicht ganz hinterher. Weil sie sich beim Navigieren stark an der Sonne orientieren, führt das zu einer kleinen Abweichung vom optimalen Kurs - die Sturmtaucher verfliegen sich ein bisschen, aber nicht sehr stark.

Laut dem Studienleiter wäre es spannend zu untersuchen, ob es bei den Vögeln noch weitere Jetlag-Effekte wie bei uns gibt - und wie sie damit klar kommen.