Darüber berichtet ein Forscherteam im Online-Magazin Machine Against the Rage. Das ist Teil der Bundesarbeitsgemeinschaft "Gegen Hass im Netz". Die Forscher haben für ihre Untersuchung 27.000 Insta-Posts ausgewertet von mehr als 400 Accounts. Darunter waren Konten von parteigebundenen Jugendorganisationen wie "Generation Deutschland" von der AfD und auch von neurechten Gruppen wie der Identitären Bewegung. Die Grenzen zwischen diesen Gruppen sind fließend, schreiben die Forscher - auch zwischen militanten und gemäßigten Gruppen.
Punkten mit Gemeinschaft
Die Auswertung zeigt, dass rechtsextreme Jugendgruppen in ihren Posts nur selten direkt zu Gewalt aufrufen. Stattdessen geht es mehr um Gemeinschaftsgefühl beim Wandern, Kampfsport und bei Protesten.
Offenbar werden soziale Medien "exzessiv" zur Organisierung und Mobilisierung genutzt, schreiben die Forscher: In 26 Prozent der Beiträge sei dazu aufgerufen worden, sich einer der rechtsextremen Gruppen anzuschließen. Die agieren offenbar deutschlandweit. Allerdings gibt es laut den Forschern eine Ballung mit 63 beobachteten Gruppen in Sachsen. Deren ausgewertete Posts stammen aus dem Zeitraum Januar 2024 bis Ende August 2026.
Das Forscherteam stammt vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena und von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
