In Parks und auf Freibadwiesen sieht man sie inzwischen überall: Nilgänse. Die Tiere kommen eigentlich aus Afrika und wurden im 17. Jahrhundert als Zootiere nach Europa gebracht. Inzwischen leben allein in Deutschland zehntausende Nilgänse.
Forschende vom Senckenberg-Forschungszentrum für Biodiversität und von der Uni Frankfurt haben 100 erlegte Nilgänse aus einer ländlichen Region in Hessen untersucht. Ein Ergebnis: Am häufigsten fraßen die Tiere Mais, der in der Gegend auf Feldern wächst - aber auch Erdbeeren, sogar außerhalb der Saison. Die Forschenden sagen, Nilgänse fressen das, was da ist - zum Beispiel auf Feldern oder in der Nähe von Menschen, die sie füttern oder ihren Müll offen liegen lassen.
Neue Parasiten im Gepäck
Das Team hat bei den Nilgänsen außerdem sieben, teils schädliche Parasitenarten entdeckt, die bisher in Europa noch nicht nachgewiesen worden waren. Die Forschenden befürchten, dass Nilgänse die Parasiten auch auf andere Arten in ihrem Lebensraum übertragen.
