Die Unternehmen argumentieren oft, dass die Rechenzentren Arbeitsplätze für die Region schaffen. Eine Forschungsgruppe schreibt im Fachmagazin The Conversation: Es bleibt im Schnitt bei einer mäßigen Zahl von Jobs und bis die zustande kommen, dauert es ziemlich lange.
Die Fachleute haben sich das Ganze bei rund 1.500 Rechenzentren in den USA angesehen, die zwischen den Jahren 2000 und 2023 fertig gebaut wurden. Dabei kam raus: Für den Betrieb der Rechenzentren sind oft nur ein paar Dutzend Angestellte nötig. Und es dauert im Schnitt zwei Jahre, bis in der Region allmählich Jobs außerhalb der Zentren entstehen, vor allem im Transport, in Warenlagern und technischen Dienstleistungen, weniger in Restaurants.
Im Schnitt entstanden drei bis fünf Jahre nach Eröffnung eines Rechenzentrums 1.100 zusätzliche Arbeitsplätze. Vielleicht gab es an den Orten, die sich Konzerne für ihre Rechenzentren aussuchen, aber schon vorher gute Bedingungen auch für andere Unternehmen. Die Forschenden fragen, ob die neuen Arbeitsplätze die Umweltkosten für die Region aufwiegen.
