Die Flachwasserkorallenriffe der Erde sind zum größten Teil vom Aussterben bedroht.

Die Weltnaturschutzunion hat fast alle 127 Riffe auf die Rote Liste der Ökosysteme gesetzt. Darunter sind unter anderem Teile des Great Barrier Reefs vor Australien, Riffe im Roten Meer, in Südostasien und im Pazifik.

Die Korallen leiden vor allem darunter, dass sich die Meere erwärmen. Sie bleichen aus und sterben oft ab. Außerdem belasten Überfischung, Küstenbebauung, Verschmutzung und zu viel Tourismus die Riffe.

Auch weitere Arten betroffen

Flachwasserkorallenriffe sind die bekannten bunten und artenreichen Riffe, bis etwa 40 Meter unter der Meeresoberfläche. Kollabiert so ein Riff, verschwinden nicht nur die Korallen, sondern auch viele andere Arten wie Fische, Muscheln, Schildkröten und Haie.

Die Weltnaturschutzunion ist der Dachverband vieler Naturschutzorganisationen und führt die Rote Liste. Der Beurteilung der Korallenriffe liegt ein mittleres Klimaszenario zugrunde, wonach sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts um 2,7 Grad erwärmt. Das entspricht auch etwa der Erhitzung, auf die die Erde nach aktuellen Prognosen gerade zusteuert