Für eine Studie im European Journal of Psychotraumatology wurden mehr als 2.500 Erwachsene in der Ukraine befragt. Fast jeder Dritte von ihnen (31,2%) erfüllt demnach die Kriterien für eine Posttraumatische Belastungsstörung. Die meisten Menschen gaben an, dass sie mehrfach traumatische Erfahrungen gemacht haben - etwa durch Beschuss, Vertreibung oder den Verlust von Angehörigen.
Frauen und ältere Menschen hatten ein größeres Risiko für eine solche Belastungsstörung, genauso wie Personen im Militärdienst und Menschen, die wegen des Krieges ihr Zuhause verlassen mussten.
Die Forschenden betonen, dass die Ergebnisse nur eine Momentaufnahme während des andauernden Krieges sind. Sie sehen einen großen Bedarf an langfristiger psychologischer Unterstützung für die Bevölkerung.
