Sobald wir einen Raum betreten, hinterlassen wir winzige DNA-Spuren in der Luft: Über Bruchteile von Hautschuppen zum Beispiel oder Tröpfchen, die wir ausatmen.

Damit will ein Kriminaltechnik-Team aus Norwegen und Australien rausfinden , ob sich eine Person in einem Raum aufgehalten hat.

Das Team hat in Wohnungen von Freiwilligen Einbrüche nachgespielt, im norwegischen Oslo und im australischen Adelaide. Eine Testperson durchwühlte eine Viertelstunde lang die Küche, 30 Minuten nach dem "Einbruch" nahmen die Forschenden in der Küche Luftproben. Darin konnten sie menschliche DNA-Spuren nachweisen. In Oslo konnten sie die DNA in rund 80 Prozent der Fälle dem Einbrecher oder den Bewohnern zuordnen, in Adelaide dagegen nur in 35 Prozent der Fälle - warum ist bisher unklar.

Und es gibt noch weitere Probleme: Zum Beispiel könnte auch genetisches Material von draußen in die Raumluft gelangen - von Menschen, die nie in der Wohnung waren.

Bis Einbrecher-Erbgut aus der Raumluft ein gültiges Beweismittel ist, wird es laut dem Team deshalb noch dauern.