In Deutschland kann jede fünfte Person weder sicher lesen noch rechnen.

Und hier geht's laut Kultusministerkonferenz nicht um Kinder, sondern um Menschen zwischen 16 und 65 Jahren. Sie haben nur geringe Lese- und alltagsmathematische Kompetenzen. Das bedeutet den Fachleuten zufolge geringere Fähigkeiten, alle möglichen Alltagsprobleme zu lösen oder auf komplexe Situationen zu reagieren. Deshalb wollen die Kultusministerinnen und -minister Betroffenen jetzt mehr Lernangebote machen. Die sollen niedrigschwellig daherkommen - gezielt an Arbeitsplätzen, in Volkshochschulen oder Familienzentren.

Bildungsministerin Karin Prien sagte, dass Lesen und Schreiben das Leben verändert, indem es die Selbstständigkeit stärkt. Die Fähigkeiten eröffneten auch Chancen im Beruf, im Alltag und in der Gesellschaft.