Vor rund 9.000 Jahren fingen Menschen in Westasien an, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben.
Die Techniken breiteten sich schnell bis nach Griechenland aus, aber für etwa 600 Jahre lang nicht darüber hinaus - bis sich anschließend die Landwirtschaft rasant im ganzen Mittelmeerraum durchsetzte.
Diese "Pause in Griechenland" ist bisher mit einem plötzlichen Kälteeinbruch (um etwa 6.600 v.Chr.) erklärt worden. Forschende des Leibniz-Zentrums für Archäologie schreiben jetzt aber, dass sie für einen Kälteeinbruch keine Belege finden konnten. Sie haben in Griechenland Jahrtausende alte Schalen von Schnecken untersucht - auf entsprechende Sauerstoffisotope. Die Schnecken gehörten zum Speiseplan der Menschen damals.
Laut den Forschenden ist Kälte also nicht der Grund, warum die Entwicklung der Landwirtschaft stoppte - stattdessen sollten soziale, wirtschaftliche und kulturelle Faktoren noch mal genauer untersucht werden.
