Was Regenwürmer ganz nebenbei für die Landwirtschaft leisten, zeigt ein Experiment vom Thünen-Institut für Agrarklimaschutz.
Die Forschenden haben auf Äckern etwa 60 natürliche Regenwurmgänge pro Quadratmeter gezählt. Indem sie mit Metallstangen etwa 80 Zentimeter tief in den Boden gestochen haben, haben sie 100 weitere Gänge künstlich zugefügt.
Nach nur vier Monaten waren fast alle Gänge von Wurzeln durchzogen, von den künstlichen sogar noch mehr als von den echten. Laut den Forschenden konnten die Pflanzen die gerade gestochenen Gänge wie Autobahnen nutzen, um in tiefere Bodenschichten vorzudringen. Und da kommen sie an zusätzliche Nährstoffe und Wasser heran.
Ergebnis: Auf den untersuchten Getreidefeldern brachte die zusätzlichen Regenwurm-Gänge bis zu 15 Prozent mehr Ertrag.
