In vielen Großstädten gibt es gerade Marathons. Aber Städte sind laut einer neuen Studie nicht der beste Ort für so eine Sportveranstaltung: Denn die verschmutzte Stadtluft ist schlecht für die Gesundheit und bremst die Läufer wohl auch aus.

Das Forschungsteam von der britischen Uni Leicester hat sich die Laufzeiten von sechs großen Marathons angesehen - in Berlin, Boston, Chicago, London, New York und Tokio. Der Vergleich über die Jahre zeigte: Wenn am Renntag besonders viel vom Schadstoff Stickstoffdioxid in der Luft war, waren die Teilnehmenden deutlich langsamer. Feinstaub hatte dagegen keinen messbaren Effekt auf die Laufzeiten.

So wirkt Stickstoffdioxid im Körper

Die Forschenden schreiben im Fachjournal Sports Medicine: Das liegt wahrscheinlich daran, dass Stickstoffdioxid unter anderem für mehr Entzündungen im Körper sorgt und die Lungenfunktion verschlechtert. Stickstoffdioxid entsteht vor allem im Straßenverkehr. Deshalb könnten Städte vor den Marathon-Tagen den Verkehr einschränken oder den Start in die frühen Morgenstunden verlegen, wenn noch nicht so viele Autos unterwegs sind.