Erst das Gemüse, dann den Rest der Mahlzeit - bringt das was?
Auf Social Media gibt es jede Menge Stimmen, die sagen, dass dieses sogenannte "Meal Sequencing" den Blutzuckerspiegel stabil hält, dass man so einfacher abnimmt und dass es auch sonst gut für die Gesundheit ist. Was an dem Mythos dran ist, haben Forschende im Fachmagazin Clinical Nutrition untersucht. Dafür werteten sie 18 frühere Studien aus, in denen einige Testpersonen Meal Sequencing betrieben haben und andere normal gegessen haben. Nach den Mahlzeiten wurden die Blutwerte gemessen.
Heraus kam: Tatsächlich stieg bei den Testpersonen, die zuerst das Gemüse gegessen hatten, der Blutzucker in der ersten Stunde nach dem Essen weniger stark an. Aber zwei Stunden nach dem Essen war der Blutzuckerspiegel dann höher als bei den Normal-Essenden. Die Reihenfolge des Essens sorgt also nicht für einen dauerhaft niedrigen Blutzuckerspiegel, aber der zeitliche Verlauf ändert sich.
Um konkrete Aussagen über Gesundheitseffekte des Meal Sequencing zu treffen, bräuchte es allerdings Studien mit mehr Testpersonen, schreiben die Forschenden. Schaden tue es aber nicht und generell sei eine Ernährung mit viel Gemüse und Salat zu empfehlen - unabhängig von der Reihenfolge.
