Medien

Privatsender greifen Rechercheverbund an

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Wie Reporter von NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung herausgefunden haben - diese Meldung hören wir seit gut einem Jahr immer wieder.

Jetzt haben die deutschen Privatsender eine Beschwerde gegen den Rechercheverbund der drei Medien eingereicht, bei der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen. Das schreibt das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Die Privatsender finden, dass die Arbeit des Rechercheverbunds nicht vom Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen Sender gedeckt ist. Sie argumentieren, dass der Beitragszahler so indirekt eine private Zeitung mitfinanziert. Die SZ habe damit einen Wettbewerbsvorteil.

Der Verband der Privatsender hat sich bisher nicht zu den Meldungen geäußert. NDR-Intendant Lutz Marmor sagte, dass die Juristen des Senders den Verbund für rechtlich zulässig halten.

Beiträge des Rechercheverbundes haben immer wieder für Aufsehen gesorgt, unter anderem der Besuch bei Edward Snowden oder die Enthüllungen über Auslandsgeschäfte der chinesischen Führung.