Bisher wurde die Menopause in der Forschung eher als schleichender Prozess gesehen. Nach und nach verändern sich die Hormone und damit auch die Frau. Eine neue Studie mit Daten von über einer Million Frauen aus den USA und Israel sieht das anders.

Demnach kommen mit der Menopause ganz abrupte körperliche Veränderungen. Im Fachjournal "Nature Medicine" sehen die Forschenden einen physiologischen Wendepunkt.

Sie fanden heraus, dass sich 52 von 90 Laborwerten rund um die Menopause sprungartig veränderten, also rund um die letzte Periode. Leberwerte oder die Nierenfunktion änderten sich plötzlich und Herzinfarkte oder Schlaganfälle nahmen zu. Die ersten hormonellen Veränderungen konnten die Forschenden aber schon 15 Jahre vor der letzten Periode erkennen. Die Hormone Östrogen und Progesteron nehmen dann ab, dafür stieg das Follikelstimulierende Hormon (FSH) an.

In der Studie werden auch die Vor- und Nachteile einer Hormonersatztherapie besprochen. Die kann helfen, den Übergang der Laborwerte gleichmäßiger zu gestalten und womöglich auch vor chronischen Erkrankungen schützen. Zugleich gibt es aber Risiken.