Tiefseemuscheln leben - wie der Name schon sagt - in der Tiefsee.

Weil in der Dunkelheit dort weder Sonnen- noch Mondlicht ankommen, spielen für sie Tag und Nacht eigentlich keine Rolle. Aber jetzt hat ein Forschungsteam unter anderem von der Uni Wien rausgefunden, dass die innere Uhr der Tiefsee-Muscheln trotzdem im Tag-und-Nacht-Rhythmus tickt. So war es jedenfalls im Labor, wo die Forschenden Zellkulturen aus den Muscheln gezüchtet haben.

In der Tiefsee kann die Uhr aber offenbar umschalten: Dort ticken die Muscheln im 12,4-Stunden-Rhythmus - das entspricht den Meeres-Gezeiten, also Ebbe und Flut. Die Muscheln leben an heißen Tiefseequellen, und da ändern sich die Wasserströme mit den Gezeiten.

In dieser Entdeckung steckt laut den Forschenden auch eine Warnung: Davor, dass die innere Uhr von Tiefseelebewesen möglicherweise störanfällig ist für Einflüsse von außen. Das könnte wichtig sein, um sie besser zu schützen - etwa vor den Folgen von Tiefseebergbau.