Mit der Frage haben sich nigerianische Forschende beschäftigt. Für ihre Studie im Journal of Public Health in Africa haben sie über 20.000 Menschen im Nordwesten Nigerias befragt. Die Region ist stark landwirtschaftlich geprägt und reagiert besonders empfindlich auf klimatische Veränderungen. Beinahe die Hälfte der Befragten zeigte Anzeichen von starkem psychologischen Stress. Das sind gut doppelt so viele wie im Rest des Landes. Fast jeder Fünfte griff zu Suchtmitteln, vor allem zu Cannabis, gefolgt von Opioiden und Alkohol. Ein Landwirt sagte: Wenn die Ernte schlecht läuft, ist kein Geld da für Essen oder Schulgebühren. Das lässt ihm keine Ruhe, er trinkt Gin, um nachts überhaupt schlafen zu können.
Klimastress führt zu Armut, die führt zu psychischem Stress und der führt zu Substanzmissbrauch, sagen die Forschenden. Mentale Gesundheit und Suchtmittel-Prävention müssten deshalb in Programme zur Klimawandel-Anpassung integriert werden.
