Mangrovenwälder - das sind Wälder an der Küste, wo regelmäßig das salzige Meerwasser über die Pflanzen spült.

Solche Mangroven-Ökosysteme gibt es vor allem an tropischen Küsten mit Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius. Aber eben auch nicht an allen Küsten mit diesen Bedingungen. Woran das liegt, berichtet ein internationales Forschungsteam im Fachmagazin Nature.

Die Forschenden wussten schon, was Mangroven-Keimlinge brauchen, um gut zu wachsen. Das haben sie berücksichtigt, als sie Wellendaten analysiert haben von rund 400 Standorten weltweit.

Wenig Wellengang wichtig für Wachstum

Ihre Berechnungen zeigen, dass Mangroven am besten da wachsen, wo es längere Phasen mit wenig Wellengang gibt. Denn dort können die Keimlinge am besten wurzeln und sich fest verankern, ohne weggerissen zu werden.

Schon leichte Veränderungen dieser Bedingungen können laut den Forschenden verhindern, dass ein Mangrovenwald entsteht.

Mangrovenwälder werden häufig aufgeforstet, um Küsten vor starken Wellen zu schützen. Das nennen die Forschenden paradox - denn laut ihrer Studie könnte es an diesen Orten für junge Mangroven am schwierigsten sein, sich fest zu verankern.