Bei den weiblichen Profi-Fußballerinnen denkt dagegen fast die Hälfte darüber nach, die Profi-Karriere früher zu beenden. Hauptgrund: Das Geld reicht nicht. Die Fußballgewerkschaft Fifpro hat rund 800 Fußballerinnen weltweit befragt. Ergebnis: In den vergangenen Jahren gab es in einigen Ligen zwar deutliche Verbesserungen. Die sind aber ungleich verteilt. Der Median beim Verdienst liegt bei umgerechnet circa 1.500 Euro im Monat. In zehn osteuropäischen Ländern verdienen die Frauen im Schnitt weniger als der nationale Mindestlohn. 44 Prozent haben noch nicht mal einen Arbeitsvertrag.
Bald kommt ein Mindestgehalt
In Deutschland verdienen die Profi-Fußballerinnen vergleichsweise viel, aber auch hier gibt es große Unterschiede. Ab nächstem Jahr vermarktet und organisiert sich die erste Frauen-Bundesliga neu. Die Präsidentin sagt, jeder Club müsse dann ein Mindestgehalt zahlen können - 3.000 € sind dafür bisher im Gespräch. In der aktuell laufenden Saison bekommt knapp ein Drittel der Spielerinnen weniger.
