Wieviel Persönlichkeit steckt in Chatbots?

Forschende der Uni Mainz haben sieben KI-Sprachmodelle psychologische Tests zur Selbsteinschätzung machen lassen. Wie in der Persönlichkeitsforschung üblich, ging es dabei um die sogenannten „Big Five“. Dazu gehören Eigenschaften wie Offenheit, Verträglichkeit und emotionale Stabilität.

Das Ergebnis: Die Chatbots schätzten sich selbst als gewissenhafter, verträglicher und emotional stabiler ein als eine menschliche Vergleichsgruppe.

Anschließend sollten Menschen und Chatbots Texte schreiben. Die Texte wurden dann von den jeweils anderen bewertet. Auch dabei schnitten die Chatbots gut ab: Die Menschen bewerteten sie bei allen fünf Persönlichkeitseigenschaften positiver als sich selbst. Besonders groß war der Unterschied bei der emotionalen Stabilität.

Die Forschenden sehen ihre Experimente als ersten Schritt, um zu untersuchen, ob und wie Chatbots einmal in der psychologischen Diagnostik eingesetzt werden könnten. Bei der Bewertung von Persönlichkeiten in Bewerbungsverfahren kommen sie teilweise bereits zum Einsatz.