Dauerstress könnte dazu führen, dass wir anderen Menschen nicht mehr so vertrauen.

Das schreibt ein Forschungsteam im Fachmagazin Pnas. Die Forschenden haben für ihre Studie zuerst rund 170 Menschen befragt zu belastenden Erfahrungen im Lauf ihres Lebens. Da ging's zum Beispiel um Verluste, Gefahren, gesundheitliche Schwierigkeiten und Job-Probleme. Dann mussten die Teilnehmenden ein Vertrauensspiel spielen, bei dem Geld zwischen ihnen verteilt wurde und sie die anderen nicht sehen konnten.

Die Forschenden sagen, dass sie im Lauf des Spiels unterschiedliche Verhaltensmuster beobachten konnten zwischen Menschen mit relativ viel Stress und wenig Stress: Die Gestressten begannen das Spiel mit weniger Vertrauen in ihr Gegenüber. Sie konnten allerdings auch besser abwägen, ob eine andere Person sich dann vertrauenswürdig verhielt oder nicht. Die Forschenden vermuten, dass Stress-Erfahrungen möglicherweise kognitive Mechanismen beeinflussen.