In einer Fledermaus-Kolonie ist viel los. Da ist es gar nicht so leicht für eine Mutter, unter hunderten Tieren den eigenen Nachwuchs zu finden - um ihn zu füttern.

Dabei helfen Rufe, die neugeborene Fledermäuse ausstoßen. Jedes Jungtier klingt dabei ein bisschen anders. Forschende berichten jetzt im Fachmagazin Frontiers in Ethology, was dabei im Körper der Mutter passiert. Sie haben Japanische Zwergfledermäuse untersucht, und zwar, indem sie mit winzigen Elektroden unter der Haut die Aktivität des Herzens von Muttertieren aufzeichneten. Sie verglichen die Reaktion auf verschiedene Rufe des eigenen Nachwuchses und von fremden Fledermäusen. Bei den Rufen der eigenen Jungen stieg der Herzschlag sehr deutlich an. Für die Forschenden ist das ein Zeichen dafür, dass die Mütter ihren Nachwuchs tatsächlich am Ruf erkennen.

Die Methode zeigt allerdings nicht, ob es sich bei der Erregung um ein angenehmes oder unangenehmes Gefühl handelt - also ob die Fledermausmutter Zuneigung oder eher Alarm empfindet.