Nordkorea schickt offenbar Arbeitskräfte nach Russland und behält deren Löhne größtenteils ein.

Die Menschenrechtsorganisation GRC aus Den Haag berichtet, dass zehntausende Nordkoreaner und -koreanerinnen gezwungen werden, in Russland zu arbeiten. Dahinter steckt dem Bericht zufolge ein russisches Netzwerk von Vermittlern. Die Arbeiter werden zum Teil auch in Fabriken eingesetzt, die für den Ukraine-Krieg produzieren. Sie arbeiten zwölf Stunden am Tag und haben zum Teil nur zwei Tage im Monat frei.

Um all das herauszufinden, hat die Organisation Open-Source-Daten ausgewertet, nordkoreanische Funktionäre mit Gesichtserkennungstechnologie identifiziert und hat Beweise gesammelt, indem Mitglieder sich undercover als potenzielle Arbeitgeber ausgegeben haben.

Das russische Außenministerium und die nordkoreanische Botschaft reagierten nicht auf Anfragen dazu. Ein Russe, der eine Schlüsselfigur des Netzwerks sein soll, wies die Vorwürfe zurück.