Jungs bekommen in der Schule öfter schlechte Noten als Mädchen, sie brechen eher die Schule ab und fangen seltener ein Studium an.

Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern in vielen Ländern. Eine Wissenschaftlerin aus Frankreich, vom nationalen Forschungszentrum CNRS, wollte wissen, warum das so ist. Sie hat sich Daten von 750.000 Schulkindern aus mehr als 60 Ländern angeschaut. Und da zeigte sich: Jungen hatten insgesamt eine negativere Einstellung dazu, sich in der Schule anzustrengen.

Mädchen stimmten häufiger der Aussage zu, dass es wichtig sei, sich anzustrengen. Den Unterschied gab es in fast allen Ländern. Die Forscherin sagt: Das hat wohl nichts mit dem Elternhaus und Geld zu tun, sondern wahrscheinlich eher mit Rollenbildern - nach dem Motto: Mädchen sind fleißig und strengen sich an, Jungs kriegen es auch ohne Anstrengung hin. Die Forscherin sagt: Solche Rollenbilder sind schlecht für Jungs, weil die dann eben Gefahr laufen, schlechtere Noten zu bekommen.