Menschen mit Spinnenangst sollten gerade die Insel Tasmanien meiden: Die Tiere, die sonst über den Boden krabbeln, schweben dort im Moment auf Spinnennetz-Gebilden durch die Gegend.

Nach tagelangem Dauerregen nutzen die Spinnen diese Technik, um aus dem Überschwemmungsgebiet zu fliehen. Inzwischen haben sie ganze Landschaften in dichte, weiße Netze gehüllt. Auf englisch heißt die Technik ballooning oder kiting: Dazu klettern die Spinnen möglichst weit nach oben, halten ihr Abdomen in den Wind und lassen die Spinnenseide so lange austreten, bis sie abheben.

Hunderte Kilometer Flug sind möglich

Manchmal fliegen die Spinnen dabei nur wenige Meter durch die Luft, manchmal aber auch hunderte Kilometer, das kommt ganz auf die Windverhältnisse an. Selbst Schiffe fernab von Land haben schon über solche Spinnenlandungen berichtet. Die Überlebensrate bei diesen Ausflügen ist allerdings gering.

Das Phänomen war zuletzt 2015 in Australien beobachtet worden. Millionen fliegender Spinnenetze waren dort niedergegangen. Es sah so aus, als hätte es geschneit.[]

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