Seit über 15 Jahren gibt es in den USA Fahrdienstleister wie Uber.

Sie haben nicht nur die Mobilität verändert, sondern wirken sich offenbar auch positiv auf die Kriminalität aus. Das legt eine Studie im Fachjournal Economic Inquiry nahe. Dafür wurden Kriminalitätsdaten aus fast 500 US-Städten ausgewertet, zwischen 2005 und 2019. In Städten, in denen Fahrdienste eingeführt wurden, sank die Gewaltkriminaltiät um durchschnittlich knapp fünf Prozent. Auch Eigentumsdelikte und Einbrüche gingen zurück.

Die Forschenden vermuten, dass die Plattformen neue und leicht zugängliche Jobs geschaffen haben. Das könnte vor allem finanziell motivierte Straftaten reduziert haben.

Besonders deutlich waren die Effekte bei Alkohol am Steuer: Mit Start der Fahrdienstleister kam es offenbar zu weniger alkoholbedingten Verkehrsunfällen.

Ob sich die Ergebnisse auf Europa übertragen lassen, ist unklar. Hier ist der öffentliche Nahverkehr meist deutlich besser ausgebaut als in vielen US-Städten.