Umwelt

Kläranlagen sind mit Mikroplastik meist überfordert

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Es findet sich als winziges Peeling-Kügelchen in Duschgels und Zahncremes oder fällt in kleinen Bröseln von synthetischen Kleidungsstücken ab.

Mikroplastik ist mittlerweile in allen Bereichen unserer Umwelt nachweisbar - und man vermutet, dass es zum Beispiel Meerestieren schadet, weil es Entzündungen hervorrufen kann. Da wäre es doch eine gute Idee, das Mikroplastik schon in den Kläranlagen aus dem Abwasser zu filtern. Aber die sind mit der Aufgabe überfordert. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, die zwölf Kläranlagen in Norddeutschland untersucht haben. Es zeigte sich: Nur die Anlage in Oldenburg besitzt die notwendige Schlussfiltration, um genug Mikroplastik herauszufiltern.

Nach den Hochrechnungen der Forscher gelangen in den anderen Kläranlagen jeweils zwischen einer und knapp sechs Milliarden Plastikpartikel in den Klärschlamm - der dann wieder auf Feldern ausgebracht wird.