Nicht nur in der DDR - auch in Ungarn gab es eine Stasi, die Menschen als Spitzel angeworben und andere Menschen ausgehorcht hat.
Jetzt kann jeder online die Stasi-Akten durchsuchen, die noch erhalten sind. Nach Angaben des Direktors des Historischen Archivs der Staatssicherheitsdienste stehen darin die Namen von etwa 55.000 Menschen, von denen etwa 10.000 noch am Leben sein könnten. Das Material ist aber nicht vollständig, weil viele Akten noch während des Kommunismus oder in der Wendezeit vernichtet wurden.
Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar löst mit der Öffnung des Stasi-Akten-Archivs für die Allgemeinheit eines seiner zentralen Wahlversprechen ein. Er hat im Mai die Regierung übernommen - vorher war in Ungarn 16 Jahre lang der Rechtspopulist Victor Orbán an der Macht.
