Der Gärtner, Jochen Bock, hat den Apfelbaum selbst geschaffen, durch Veredelung. Das bedeutet, dass er von anderen Bäumen in der Region im Winter Triebe abschneidet und sie an seinem Baum weiterwachsen lässt. Die Triebe werden erst monatelang im Kühlschrank gelagert. Im Frühling schneidet der Gärtner die Rinde seines Baums dann an und steckt die Triebe hinein. Sie werden mit Baumwachs und Bastband fixiert und verwachsen dann mit dem Baum. So trägt der eine Baum mittlerweile über 100 Sorten, mit Namen wie Holsteiner Cox, Klausdorfer Häger oder Müschens Rosenapfel.
Viel Arbeit für Spaß an der Ernte
Den Baum muss regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit er jung bleibt, sonst würden die Äpfel immer kleiner werden. Viel mehr Sorten passen auf den Baum in Rendsburg jetzt nicht mehr rauf, denn dafür ist das Gelände zu klein. Theoretisch wären aber noch mehr denkbar. Gärtner Bock sagt selbst, dass es sich um einen Spaßbaum handelt. Er will sich damit aber auch für alte Obstsorten und Artenvielfalt einsetzen.
