Eine Studie, unter anderem vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, im Fachmagazin PNAS kommt zu dem Schluss, dass die Biodiversität in der Pflanzenwelt eine Art Versicherung gegen den Klimawandel sein könnte. Denn vielfältige Grasländer können sich besser an veränderte Bedingungen anpassen. Weideflächen sollten deshalb so bewirtschaftet werden, dass Vielfalt bewahrt und Überweidung vermieden wird.
Anhand von Modellrechnungen kommen die Forschenden zu dem Ergebnis, dass Grasländer, die viel von ihrer Pflanzenvielfalt verlieren, in den nächsten 25 Jahren 15 Prozent weniger Kohlendioxid aufnehmen als bisher. In besonders stark betroffenen Regionen könnte der Unterschied sogar bis zu 50 Prozent betragen. Und: die Futtergrundlage für Weidetiere schwindet, wenn die Pflanzenvielfalt verloren geht. Das Team schreibt, dass das auch die Lebensgrundlage der Menschen gefährden kann, die von Weidewirtschaft leben.
