Zückt eure Hieb- und Stoßwaffen - raus zum Fechten. Aber wie funktioniert das eigentlich, dieser hektische Sport mit Netz vor Gesicht? Vassili Golod kennt sich aus. Er ist Student, Journalist und begeisterter Fechter. Und Vassili weiß auch: Die ganz Coolen sind die mit dem Säbel.

Sogar die Schiedsrichter schauen sich beim Fechten Kampfszenen in Zeitlupe an, weil alles so schnell geht. Aber eine Grundregel ist sicher: Du musst den Gegner treffen, bevor er dich trifft. "Man braucht Taktik", sagt Vassili Golod. "Denn Fechten ist eine Kopfsache." Und man braucht körperliche Fitness. Sonst geht nicht viel auf der Bahn.

"Der Säbel ist eine Hiebwaffe. Die musst du mir über die Rübe zimmern oder auf den Arm. Beim Säbel ist der Oberkörper die Trefferfläche."
Vassili Golod ist Student, Journalist und begeisterter Fechter

Gefochten wird mit Säbel, Degen oder Florett. Je nach Waffe muss man den Gegner am Oberkörper treffen oder auch nur an der silbernen Weste. Degen und Florett - zwei Stoßwaffen - haben an der Waffenspitze eine Art Metallknopf, der auf Druck reagiert und einen Treffer anzeigt. Es braucht 750 Gramm beim Degen und 500 Gramm beim Florett.

Auf jeden Fall ist Fechten total anstrengend. Die Sportler schwitzen extrem. "Die Athleten battlen mit aller Kraft und geben Vollgas", sagt Vassili. Sie schwitzen teils so stark, dass der Urin bei der Doping-Kontrolle nicht konsistent genug ist. Dann heißt es erst einmal: Apfel essen und abwarten.