Am Freitag wird Donald Trump als neuer Präsident der USA vereidigt. Normalerweise reißen sich die Promis darum, bei den Amtseinführungen der neuen US-Präsidenten mitzumachen. Diesmal nicht.

Am Freitag wird Donald Trump als neuer Präsident der USA vereidigt. Eine Tradition bei der Amtseinführung ist, dass dabei ziemlich viel Tamtam gemacht wird. Inklusive großem Staraufgebot, Glamour, kombiniert mit Nationalstolz. Beim Amtsantritt von Barack Obama vor vier Jahren hatte zum Beispiel Beyoncé die Nationalhymne gesungen.

Absagen von Madonna und Elton John

Donald Trump hingegen hat Probleme damit, hochkarätige Stars für seinen Amtsantritt auf die Bühne zu bringen. Die Liste mit den Absagen ist ziemlich lang. Elton John wurde angefragt und hat abgesagt. Der Sänger hatte Trump schon während des Wahlkampfs verboten, den Song "Tiny Dancer" auf seinen Veranstaltungen laufen zu lassen. Neben Elton John haben außerdem Madonna, Céline Dion und Moby abgesagt. Moby, der auch als DJ auftritt, hat auf Instagram scherzhaft geschrieben, dass er bereit ist, bei der Amtseinführung aufzulegen, wenn Donald Trump dafür seine Steuererklärung veröffentlicht.

Das Team von Trump konnte dennoch ein paar Künstler für die große Veranstaltung am Freitag gewinnen. DRadio-Wissen-Autorin Anke van de Weyer bezeichnet die Auswahl als "eine ziemlich B-Elf". Darunter der Country-Sänger Toby Keith, ein glühender Patriot und Anhänger der Kriegspolitik von George W. Bush. Toby Keith inszeniert sich als Redneck, der auf junge Frauen und Bier steht. In einem Statement gab er bekannt, dass er sich nicht dafür entschuldigen werde, wenn er für sein Land oder das Militär auftrete.

Zum Inauguration-Line-up gehört außerdem die Rockband 3 Doors Down. Die Band hatte Anfang der Nullerjahre ein paar Hits, unter anderem "Kryptonite". Die Band ist in der letzten Zeit ziemlich in der Versenkung verschwunden, vom letzten Album 2016 hat man wenig mitbekommen. In den sozialen Medien laufen die Fans von 3 Doors Down jetzt Sturm, wegen des Auftritts für Trump. Unter anderem ist zu lesen: Traurig zu hören, dass ihr diesen rassistischen, frauenfeindlichen, ignoranten Typen unterstützt" oder: "Ihr wart mal eine meiner Lieblingsbands. Wenn ihr diesen narzisstischen Soziopathen unterstützt, kann ich euch nicht mehr supporten."