"Hust, Röchel, sorry, ich bin krank" - der gefakte Krankmeldeanruf auf der Arbeit ist doch für Anfänger! Wir haben ein paar Tipps, wie ihr richtig blau macht. Oder euch zumindest einen lauen Arbeitstag macht.

​1. Einchecken wie italienische Beamte

Morgens beschwingt zur Arbeit, den Ausweis durch die Stechkarte ziehen und dann die Biege machen. In dem italienischen Dorf Boscotrecase in der Nähe von Neapel hat ein ganzes Kollektiv von Beamten seine Techniken dazu perfektioniert. Mal zog ein Beamter gleich haufenweise Ausweise für die Kollegen durch die Zeiterfassungsgerät, ein anderer tarnte sich bei dieser Aktion mit einem Pappkarton. Einziger Haken an der Sache: die Beamten wurden per Überwachungskamera erwischt. Einigen der 200 Beamten droht jetzt der Rauswurf.

​2. Busy-sein wie ein Unternehmensberater

Unternehmensberater gelten als die Superperformer. 80-Stunden-Woche: kein Thema. Die Organisationspsychologin Erin Reid hat sich bei knapp 100 Unternehmensberatern diese Zeiten genauer angeschaut: Es waren eher 50 bis 60 Arbeitsstunden. Aber auch in der Zeit, in der sie nichts taten, wirkten sie busy.

Der simpelste Trick ist es, das Sakko über den Stuhl zu hängen und nach Hause zu gehen. Am besten (siehe Beispiel oben) funktionierte es, wenn sie Allianzen mit Kollegen schmiedeten. Nach außen Performer mimen, es gemeinsam entspannt angehen.

Klug auch: Außentermine angeben, aber Dienstreisen vermeiden und sich auf lokale Kunden konzentrieren. Den Vogel abgeschossen aber hatte der Berater, der den Tag auf der Skipiste verbrachte. Er hat seine Kunden einfach morgens und abends angerufen. Oft wurden die Superperformer sogar belohnt. Ehrliche Arbeitnehmer, die um weniger Arbeitsbelastung baten, aber abgestraft. Sie galten als Minderleister. Eine knifflige Leistungspirale.

​3. Onlinezocken wie ein Excelheld

Auch wer den ganzen Tag vor dem Bildschirm hockt, kann sich dies zu Nutze machen. Die große Kunst ist es, wie gesagt, so auszusehen, als ob man arbeitet. Das geht zum Beispiel mit Tools wie Hardlywork.in. Das stellt Tweets und Facebook-Post als Excel-Tabelle dar. Weniger bunt, aber wenigstens keine Arbeit.

Ähnlich funktioniert das Angebot von CantyouseeImbusy (der Name ist Programm): Hier kann man unentdeckt Puzzles daddeln, die wie Tabellen aussehen. Die letzte Hilfe bietet das Drücken der "Cheftaste" - mit einem Klick werden alle unerlaubten Aktivitäten ausgeblendet.

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