Wir kennen das: Manchmal fehlt uns einfach die zündende Idee, das nötige Quentchen Kreativität. Dabei es ganz leicht, kreativ zu werden: Stell dir einfach vor, du wärst ein exzentrischer Dichter - und schon klappt es. Das ist sogar wissenschaftlich erwiesen!

Dafür haben Wissenschaftler einen Versuch mit 96 Erstsemesterstudenten gemacht. Die wurden in drei Gruppen eingeteilt, die sich jeweils vorstellen sollten, sie seien:

  • exzentrische Dichter
  • starre Bibliothekare
  • irgendwer

Die Teilnehmer in den Gruppen mussten dann folgende Aufgabe lösen: Sie bekamen ein Objekt, für das sie sich so viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten ausdenken mussten wie möglich.

Das Ergebnis: Die exzentrischen Dichter waren am kreativsten. Einen ähnlichen Test machten die Wissenschaftler dann nochmal mit 106 anderen Studenten - eingeteilt in zwei Gruppen. Die eine sollten sich vorstellen, sie seien Büchereimitarbeiter, die andere sollte sich vorstellen, sie seien Poeten. Hier gab es ein ähnliches Ergebnis wie bei der ersten Studie: Die Poeten waren kreativer.

Starre Strukturen töten Kreativität

Die Forscher argumentieren, dass gar nicht Kreativität an sich flöten geht, sondern dass sich Schüler und Studenten einfach den starren Strukturen in Unis und Schulen anpassen. Mit ihrer Studie würden sie gerne wieder für mehr Kreativität unter Schülern und Studenten sorgen.