Zu Hause arbeiten kann so schön sein. Beine hoch, Laptop auf die Oberschenkel und schon kann es losgehen. Wer allerdings über keine ausreichende Selbstdisziplin verfügt, sollte besser die Finger vom Homeoffice lassen.

Anderthalb Tage von zu Hause oder sogar ganz mobil arbeiten. Die meisten Teilnehmer einer Studie unter der Leitung des Arbeitspsychologen Tim Hagemann waren sehr zufrieden damit, ihre starren Arbeitsstrukturen aufzubrechen. Viele konnten sich am Ende der Studie vorstellen, dieses Modell auszubauen. Ein Hauptgrund ist die wesentlich bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, wenn zum Beispiel Ärzte- und Behördengänge keine unüberwindbaren Organisationshürden mehr darstellen.

Fachkräftemangel forciert flexiblere Arbeitsmodelle

Immer mehr Firmen bieten ihren Arbeitnehmern die Möglichkeit an, flexibel zu arbeiten, um in Zeiten eines neuen Fachkräftemangels die Attraktivität des Jobprofils zu steigern und den höheren Erwartungen an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Gesellschaft gerecht zu werden. Allerdings besteht dabei immer die Gefahr, sich selbst auszubeuten und Überstunden aufzubürden, weil keine Kollegen da sind, die um 17 Uhr den Stift fallen lassen. Um nicht in diese Falle zu tappen, ist es absolut notwendig, klare Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber, seinem privatem Umfeld und vor allem auch sich selbst zu treffen.

"Beim Homeoffice muss man für ruhige Arbeitsblöcke zu Hause sorgen.“
Arbeitspsychologe Tim Hagemann

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sieht auch Tim Hagemann im Homeoffice und der mobilen Arbeit Arbeitsmodelle, die es zu unterstützen gilt. Wer aber merkt, dass er sich permanent von seiner Umgebung ablenken lässt, den sozialen Kontakt zu den Kollegen vehement vermisst und Arbeit und Privates nicht mehr trennen kann, sollte vielleicht besser zurück ins Büro ziehen.

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