Es gibt Outfits, die schreien geradezu nach High Heels als Begleitung. Aber ohne Schmerzen kann man hohe Absätze einfach nicht auf Dauer tragen. Ihr könnt also leise vor euch hin leiden, oder flache Schuhe zum Wechseln mit auf die Party nehmen. Für echte Absatz-Hardlinerinnen gibt es jetzt eine neue Idee aus den USA: Botox-Spritzen in die Füße sollen Linderung verschaffen.

In den USA ist diese Behandlung schon schwer im Trend. Man spritzt damit die Schmerzen einfach weg. Botox ist ein Nervengift. Im Körper verhindert Botox, dass ein Transmitterstoff ausgeschüttet wird. Dadurch ziehen sich bestimmte Muskeln nicht mehr zusammen. Im Gesicht sorgt Botox so dafür, dass Mimikfalten vorübergehend verschwinden. Botox kann aber auch Leuten helfen, die stark schwitzen. Ihnen wird es unter die Achseln gespritzt.

Was tut Botox für die Füße?

Um schmerzfrei High Heels zu tragen, wird Botox in die Unterseite der Füße gespritzt. Vor allem rund um die Problemzonen Fußballen und Ferse. Da liegt das komplette Körpergewicht drauf, wenn ihr hohe Absätze trägt. Und das sind die Problemstellen, die nach einer Weile besonders weh tun. Bei der extended Version der Behandlung werden dann an diese Stellen auch noch Füller oder Füllstoffe gespritzt, mit denen sonst Falten aufgefüllt werden - als kleine Polster sozusagen.

"Wenn ich mir vorstelle, dass meine Füße dann genauso unbeweglich sind wie das Gesicht von Nicole Kidman, finde ich das sehr erschreckend."
Passantin bei einer Straßenumfrage

In Deutschland sind die meisten etwas vorsichtiger als in den USA - was Schönheitseingriffe angeht. Aber auch hier wird die Behandlung bei Schönheitschirurgen und Ärzten, die Botox-Behandlungen durchführen, schon nachgefragt. Eine Fußbehandlung mit Botox kostet etwa 300 bis 500 Euro und hält etwa vier bis sechs Monate lang.

Das Botox selbst ist eher nicht gefährlich. Zumindest wenn das von einem Arzt gespritzt wird, der die Dosis kennt und weiß, was er damit tut. Trotzdem kann es Folgen für die Füße haben, weil ihr mit Botox ein Warnsignal des Körpers lahmlegt: den Schmerz.

"Im Fußbereich wollen wir Sicherheit und Stabilität. Botox macht da funktional keinen Sinn, weil damit die Funktion dieser Muskeln behindert wird. Das ist also medizinischer Unsinn."
Petra Berger, plastische Chirurgin

Das Botox in den Füßen erhöht die Verletzungsgefahr. Und es kann zu bleibenden Schäden an den Füßen kommen, Hammerzehen zum Beispiel, Spreizfüße oder ein Hallux Valgus. Das ist ein schiefer großer Zeh, der sich quer über die anderen legt. Also vielleicht doch besser einfach das flache Paar Wechselschuhe einpacken.

Auch eine Alternative zu High Heels!