Was ist Lebensqualität? 15.000 Deutsche haben diese Frage beantwortet - und die Antworten sind nicht wirklich überraschend. Gesundheit, Sicherheit, Freizeit, Geld. Mal ehrlich: Das hätte man sich auch denken können.

Jetzt haben wir es jedenfalls schriftlich. Mehr als 15.000 Deutsche haben erklärt, was für sie Lebensqualität ausmacht. Sie konnte online oder per Postkarte ihre Meinung zum guten Leben einsenden. Die Antworten stehen in dem Bericht "Gut leben in Deutschland". Nun ist die Politik dran. Denn die wollte wissen, was so einen Bürger zufrieden macht.

Ganz wichtig sind Frieden und ein gesichertes Einkommen

Der Bericht sammelt auf 300 Seiten die verschiedenen Ansichten, was ein gutes Leben braucht. Dafür wurden zwölf Bereiche entwickelt:

  1. Gesund durchs Leben
  2. Bildungschancen für alle
  3. Ein sicheres Einkommen
  4. Zeit haben für Familie und Beruf
  5. Gut arbeiten und gerecht teilhaben
  6. Sicher und frei leben
  7. Zuhause sein in Stadt und Land
  8. Zusammenhalten in Familie und Gesellschaft
  9. Wirtschaft stärken, in die Zukunft investieren
  10. Natur erhalten, Umwelt schützen
  11. Frei und gleichberechtigt leben
  12. In globaler Verantwortung handeln und Frieden sichern

Alles wichtige Aspekte für eine gute Lebensqualität, aber auch wenig überraschend. Hinzu kommt, dass viele der Statistiken in dem Bericht bereits an anderer Stelle veröffentlicht wurden. Dazu gehören zum Beispiel Zahlen zur gestiegenen Hasskriminalität.

"Neue Erkenntnisse sind in dem Bericht eher rar gesät."
Azadê Peşmen, Berlin-Korrespondentin

Theoretisch sollen aus den Ergebnissen politische Maßnahmen folgen. Die Rückmeldungen der Bürger sollen also in die Politik einfließen.

"Die Verbesserung der Lebensqualität aller Bürger ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung. Ob das jetzt wirklich passiert oder nicht, bleibt so ein bisschen fraglich."
Azadê Peşmen, Berlin-Korrespondentin

Viele Themen sind nicht neu und liegen wohl auch auf der Hand. Die Politik fühlt sich aber angesprochen und verspricht, die Meinungen der Bürger ernst zu nehmen.