Pilze, Zellulose, Wespenspucke und ein bisschen Elektronik - fertig ist die Bio-Drohne. Dieses zukunftsträchtige Flugobjekt kommt aus einer US-Forscherküche. Das tolle daran: Sie ist fast komplett kompostierbar.

Dass Drohnen vermehrt im Luftraum - näheren wie ferneren - eingesetzt werden, können wir kaum verhindern. Gerade die kleineren Dienstleistungsdrohnen für Postpakete, Pizzen und Döner könnten unterwegs auch mal verloren gehen. Dann verwest zwar langsam der Inhalt ihrer Fracht und irgendwann ist vielleicht auch die Verpackung abgebaut, doch die bisher handelsüblichen Drohnen bleiben als Schrott einfach irgendwo liegen.

Baustoff Pilz

Studenten der US-Universitäten Stanford, Brown und Spelman sowie Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben sich deshalb daran gemacht, eine Bio-Drohne zu entwickeln, deren Gehäuse sich vollständig abbaut. Das Gehäuse besteht aus Myzel. Das sind Fadenzellen, aus denen Pilze zum größten Teil bestehen. Dieses Myzel wird auch bei der Herstellung von Surfbrettern oder im Hausbau verwendet.

Um dem Pilzgehäuse mehr Festigkeit zu verleihen, haben die Studenten Myzel mit Zellulose kombiniert. Die stammt aus klein gehäckselten Maiskolben. Der Pilz und die Zellulose verwachsen dann zu einem relativ harten Brocken. Damit sich das Ganze im Regen nicht auflöst, haben sie es mit Wespenspeichel imprägniert. Fertig sieht die Drohne aus wie ein fliegender Eierkarton. Allein der Akku, Schaltkreise und Rotoren sind nicht abbaubar. Aber die Studenten bleiben dran. Ihr Ziel: die vollständig abbaubare Drohne.

Mehr Bio-Drohnen im Netz: