Die britischen EU-Abgeordneten und ihre Mitarbeiter fragen sich, wie es für sie weitergehen wird, nachdem die britische Regierung den Austritt aus der EU beantragt haben wird.

Die Stimmung unter den britischen EU-Abgeordneten und ihren Mitarbeitern ist gedrückt. Christopher Ruff war und ist genauso wie sein Chef, der schottische EU-Abgeordnete David Martin, gegen den Brexit. Seine europäischen Kollegen nehmen Anteil an seinem Schicksal.

Große Unsicherheit

Am schlimmsten ist die Unsicherheit: Wann tritt Großbritannien in die Austrittsverhandlungen mit der EU ein? Können alle noch bis zum Ende der Legislaturperiode 2019 bleiben? Was passiert mit Christopher selbst, dessen Vertrag an das Mandat David Martins geknüpft ist? Für den 27-jährigen Briten sind erst einmal alle Karriere- und Aufstiegschancen in der EU gekappt.

"Ich bin positiv-optimistisch: Es gibt immer noch eine Zukunft für mein Land in Europa. Und dafür will ich kämpfen."
Christopher Ruff, britischer EU-Mitarbeiter

Auch britische Wissenschaftler bekommen die Auswirkungen des Referendums zu spüren. Sie wurden bereits gebeten, europäische Forschungsgruppen zu verlassen. Es sei ja nicht mehr klar, ob Großbritannien weiter seinen Anteil an den Forschungsprojekten bezahle.

Braindrain from Britain

Nach einer Umfrage der Online-Jobbörse StepStone planen 600.000 britische Fach- und Führungskräfte, ihre berufliche Karriere in einem anderen EU-Land fortzuführen. Besonders beliebt sei Deutschland als Zielland. 40 Prozent der Befragten würden sogar schon ihren Jobwechsel organisieren. Jetzt genießen sie noch die Freizügigkeit in Europa. Aber was wird aus ihnen, wenn der Austritt vollzogen ist?

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