• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

Seit Ende April kommen im Bürgerrat Klima zufällig ausgewählte Menschen zusammen und diskutieren über mögliche Maßnahmen zum Umgang mit der Klimakrise. Mathilde Schnebelen ist eine der Teilnehmenden. Von der Arbeit im Bürgerrat ist sie ziemlich angetan.

Im Bürgerrat Klima sitzen 160 zufällig ausgeloste Menschen aller Alters- und Gesellschaftsgruppen. Die Teilnehmenden beraten in zwölf Sitzungen gemeinsam, wie Deutschland die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens noch erreichen kann. Dabei werden sie von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft informiert.

Arbeit im Plenum und kleinen Gruppen

Eine der zufällig ausgelosten Teilnehmenden ist Mathilde Schnebelen. Auf die Auslosung habe sie mit einer Mischung aus Freude und großer Verantwortung reagiert, sagt sie. Zugleich hab das in ihr auch innere Konflikte ausgelöst.

Sie sei auf dem Land groß geworden, aber auch mit Technik aufgewachsen. Mathilde Schnebelen wünscht sich darum eine Zukunft, die beides kombiniere, die sowohl grün ist, aber auch modern. Hier gebe es durchaus Ideen, die vielleicht nur auf Implementierung warten würden, sagt sie.

"Ich möchte eine Zukunft, die eine grüne ist. Ich bin aber auch mit Technologien groß geworden. Ich bin der festen Überzeugung, dass man diese Themen nachhaltig kombinieren kann."
Mathilde Schnebelen, Bürgerrat Klima

Auf die Sitzungen, die am Abend zwischen 18 und 21 Uhr oder Samstags um zehn Uhr stattfinden, müssen sich die Teilnehmenden intensiv vorbereiten. Vorab bekommen sie Dokumente zugeschickt, um sich einzuarbeiten.

Die Sitzungen beginnen immer im Plenum, bei denen auch Vorträge von Expertinnen und Experten gehalten werden. Anschließend werden kleinere Arbeitsgruppen gebildet mit einer Größe von vier bis vierzig Personen.

Die Ergebnisse werden dann wieder im Plenum zusammengefasst und diskutiert und auf einer Online-Plattform abgelegt. Hier könnten auch weitere Fragen an die Experten gestellt werden, sagt Mathilde Schnebelen. Insgesamt sei das alles gut organisiert.

Viele Meinungen, trotzdem roter Faden

Durch die zufällige Auslosung der Teilnehmenden gebe es im Bürgerrat Klima eine große Vielfalt und unterschiedliche Meinungen, so Mathilde Schnebelen. Dadurch gebe es viel Dynamik und Energie in den Debatten und verändere auch den eigenen Blickwinkel auf bestimmte Themen.

Statt auf den eigenen Meinungen zu beharren, hätten alle Teilnehmenden ein Interesse daran, Dinge zu diskutieren. Überraschend sei, wie sich trotz der vielfältigen Meinungen am Ende einer Session doch so etwas wie ein roter Faden herausbilde.