Ein Burger ist längst kein Fastfoodfraß mehr. Nein, Burger das ist Esskultur. Das ist Kunst! Zwischen den Brotscheiben befindet sich eine individuell kreierte Geschmackskomposition, die den Gaumen vor Lust explodieren lassen soll. Das zumindest ist der Anspruch.

In jeder größeren Stadt befindet sich inzwischen mindestens ein Burger-Laden. Und damit sind nicht die Fast-Food-Ketten gemeint. Nein, ein Burger-Laden der etwas auf sich hält, hat seine ganz eigenen Kreationen. Da wird nicht einfach eine Bulette mit mäßig frischem Salat, wässriger Tomate, Gewürzgurke und Käse zwischen zwei Brötchenhälften geklatscht.

Nein, hier werden Burger kreiert, verschiedene Geschmacksrichtungen interpretiert und am Ende ein essbares Gesamtkunstwerk komponiert. So wie im Burger-Laden "Die Fette Kuh" in Köln. Da ist gerade Ruccola-Parmesan-Coppa-di-Parma-Bärlauchpesto-Burger-Woche. Das Ziel: ein einzigartiger Burger, der die Geschmacksnerven bis zum Äußersten reizt.

"Wir versuchen, das Umami einzufangen. Eine Kombination, die zu einer Geschmacksexplosion im Mund führt."
Martin Block, Küchenchef im Burger-Laden "Die Fette Kuh" in Köln

Etwas bürgerlicher geht es da im "Guten Abend" zu. Das Bio-Restaurant war früher mal eine Kölsch-Kneipe. Früher gab es hier mal Eisbein aus der vakuumierten Plastikfolie. Heute lockt die Speisekarte mit Kichererbsen, Chilli-Feta-Salat oder Pekanuss-Apfelsalat mit Blauschimmelkäse die Gäste. Auch ayurvedische Gerichte stehen auf der Karte. Und das nicht etwa, weil die Besitzer des "Guten Abend" auf Ayurveda stehen. Aber das Prinzip der ayurvedischen Küche reizt mit interessanten Geschmackskombinationen. Und darauf kommt es an. Schließlich wollen die Gäste etwas erleben. Warum dann nicht einfach per Gaumen verreisen? Mit Glück springt auch noch ein gutes Foto dabei raus. Das kann man dann seinen Freunden zeigen - eben ganz wie bei einem Urlaubsfoto.