Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG) ist drauf und dran für die Computerspielszene genauso wichtig zu werden wie World of Warcraft oder Minecraft. Das Spiel wird gerade extrem gehypt. In Spitzenzeiten spielen mehr als zwei Millionen Menschen gleichzeitig - das ist absoluter Rekord. Auch unser Kollege Thomas Ruscher sagt, er habe schon viel zu viel Zeit in dieses Spiel gesteckt.

Es klingt eigentlich ziemlich simpel: Einhundert Spieler sind auf einer Insel. Und wer am Ende noch lebt, hat gewonnen. Er oder sie wird kurz gefeiert mit dem Spruch "Gewinner, Gewinner! Hühnchen-Dinner". Und dann geht es in die nächste Runde. Das ist das Computerspiel Playerunknown‘s Battlegrounds (PUGB) - kein Spiel wird zurzeit häufiger gespielt.

"Es ist kein ganz neues Prinzip, aber es hebt das auf ein Spannungslevel, das meiner Einschätzung nach so vorher noch nicht gegeben war."

Maximal 30 Minuten dauert eine Runde, und in jeder Partie gibt es neue, spannende Situationen, mit denen die Spieler konfrontiert werden. Unser Game-Reporter Thomas wurde beispielsweise beim Waffensammeln überrascht: Plötzlich hört er ein Auto. Er weiß nicht: Fährt es nur vorbei? Kommt da jemand ins Haus? Oder ist es sogar ein Profispieler, der jetzt kommt, um ihn zu jagen?

Der Todeskreis wird immer enger

Je länger das Spiel dauert, desto kleiner wird das Gebiet, in dem sich die Spieler aufhalten können. Die Dynamik des Spiels funktioniert so, dass sich ein "Todeskreis" immer enger zusammenzieht und auf diese Weise die Spieler vor sich hertreibt - bis es irgendwo nur noch ein winziges Areal gibt, wo sich die letzten Überlebenden bekämpfen. "Battle Royal" nennt sich dieses Prinzip.

"Dieses 'Viele Leute werden in eine solche Situation gebracht, und am Ende kann nur noch einer überleben' sieht man ja derzeit noch und nöcher. Das scheint also ein bisschen ein Zeitgeistphänomen zu sein."

PUGB ist natürlich nicht der erste Battle-Royal-Shooter. "The Culling" zum Beispiel greift die Idee von "The Hunger Games - Die Tribute von Panem" auf. Wie im Film bekämpfen sich da 16 Menschen in einer Art Gameshow und dürfen sich beim Überlebenskampf die Sprüche des Moderators anhören.

Aber zum Vergleich: "The Culling" haben in den vergangenen zwei Wochen etwa 6000 Menschen gespielt. Bei PUGB waren es 13 Millionen. Und noch mehr Leute schauen bei den Spielen zu, zum Beispiel wenn Olivia Schmidt a.k.a. OliPocket spielt. Sie ist E-Sportlerin und spielt auf der Streamingplattform Twitch live für ihre Community - vor allem Playerunknown‘s Battlegrounds, weil es so abwechslungsreich ist.

"Die Gegner können eben immer von woanders kommen. Also das macht es für mich aus. Du hast halt deutlich mehr Adrenalin."
Playerunknown's Battlegrounds Screenshot
© PUBG | Screenshot

Playerunknown’s Battlegrounds wurde inzwischen fast 17 Millionen Mal verkauft. Und das, obwohl es noch in der Testphase ist, technisch unausgereift - und die Server des südkoreanischen Entwicklers "Bluehole" manchmal unter den Massen von Spielern zusammenbrechen.

Ungeschlagen trotz Nachahmern

Die ersten Nachahmer gibt es auch schon: "Fortnite Battle Royal" zum Beispiel setzt auf dasselbe Erfolgsrezept: Spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Auch Anfänger können Erfolge feiern. Auf der Live-Videoplattform Twitch schauen Tausende zu. Trotzdem: Playerunknown's Battleground hat seinen Platz als beliebtestes Computerspiel im Moment sehr sicher.