Vor einigen Wochen galt die Impfpriorisierung noch und Impfstoffe waren rar. Das hat sich inzwischen geändert und damit ist es viel einfacher geworden, kurzfristig einen Impftermin zu bekommen.

Zurzeit ist die 7-Tage-Inzidenz des Robert-Koch-Instituts für Deutschland sehr niedrig – sie liegt (Stand heute: 06.07.2021) bei 4,7. Eines der Mittel, um diese Zahl möglichst niedrig zu halten, ist, dass sich viele Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen.

Denn die bei uns zugelassenen Impfstoffe können vor einer Ansteckung mit der Delta-Variante des Virus schützen, die sich zurzeit verstärkt ausbreitet.

"Ab morgen können sich die Menschen in allen Impfzentren des Bundeslandes Sachsen sogar ohne Termin impfen lassen. Immer ab 14 Uhr, auch mit den mRNA Impfstoffen."
Timo Nicolas, Deutschlandfunk Nova

Um herauszufinden, wie lange es dauern kann, eine Impfung zu erhalten, hat unser Reporter Timo Nicolas sich nach freien Terminen in Impfzentren umgesehen. Das hat er exemplarisch in drei verschiedenen Bundesländern getan: im Saarland, in Sachsen und in Berlin.

Keine Wartezeit im Saarland

In fast allen der acht saarländischen Impfzentren hätte sich unser Reporter morgens einen Termin für denselben Tag sichern können. Die mRNA-Imfpstoffe von Moderna und Biontech standen zur Auswahl.

Ohne Termin in Sachsen impfen lassen

Für das Bundesland Sachsen gilt, dass sich Menschen ab morgen (07.07.2021) auch ohne vorher einen Termin zu vereinbaren, in allen Impfzentren des Landes impfen lassen können. Immer ab 14 Uhr und auch hier mit den mRNA-Impfstoffen.

Wer allerdings für die Impfung nicht mit anderen in einer Schlange anstehen möchte, kann weiterhin auch einen Termin buchen.

Einen Termin für die kommende Woche in Berlin

In Berlin scheint etwas weniger Impfstoff vorhanden zu sein, sagt Timo Nicolas. Denn dort kann eine Impfung mit den Wirkstoffen von Biontech oder Moderna erst für die kommende Woche vereinbart werden. Allerdings ist das nicht vergleichbar mit den Wartezeiten, die Impfwillige noch im Mai oder Juni in Kauf nehmen mussten.

Wer bereit ist, sich mit dem Impfstoff Astra Zeneca impfen zu lassen, kann wiederum einen Termin für den nächsten Tag erhalten.

Auch Fachärztinnen und -ärzte dürfen impfen

Wer die Arztpraxis dem Impfzentrum vorzieht, dem empfiehlt unser Reporter erst mal, die im Umkreis gelegenen Praxen anzurufen oder ihnen eine E-Mail zu senden. Ärztinnen und Ärzte akzeptieren vielerorts auch Menschen zu impfen, die nicht zu ihren Patienten zählen.

Und wer bei Hausärztinnen und -ärzten kein Glück hat, kann auch bei Fachärztinnen und -ärzten anrufen, die in vielen Fällen auch Impfungen anbieten.

"Diese Kreuzimpfung soll eine sehr, sehr hohe Wirksamkeit haben."
Timo Nicolas, Deutschlandfunk Nova

Um einen Impftermin zu erhalten, hat unser Reporter auch einen Online-Service getestet: Sofort impfen. Auf der Website kann man sich registrieren und bekommt dann eine Mail, wenn in der Nähe spontan Impftermine bei Ärztinnen oder Ärzten frei werden.

Unser Reporter hat es ausprobiert und innerhalb einer Stunde schon zwei Impftermine angeboten bekommen. Hätte er einen der beiden Termine angenommen, hätte er sich mit Astra Zeneca impfen lassen können. Wer sich mit diesem Impfstoff versorgen lässt, bekommt bei der Folgeimpfung einen mRNA-Stoff gespritzt. Dadurch ist der Schutz sehr hoch.