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Homeoffice, nur eine Person treffen, Lockdown-Verlängerung: Besonders im Winter scheint das Pandemie-Leben ein trister Brei. Für manche gibt es zu Hause kaum etwas zu tun. Wie wir damit umgehen und was hilft, das besprechen wir in dieser Ab 21.

Anna ist während der Pandemie zurück zu ihren Eltern gezogen. Jetzt lebt und arbeitet die 26-Jährige in ihrem alten Kinderzimmer. Schnell merkt Anna: Homeoffice ist nichts für sie, und sie könnte nach monatelangem Lockdown durchdrehen.

"Ich kann einfach nicht abschalten, weil ich alles an einem Ort habe: Meine Freizeit, Arbeit, wo ich schlafe – alles ist an einem Ort."
Anna fällt die Decke auf den Kopf

Wer sich mit wenig Raum auskennt, ist die angehende Astronautin Suzanna. In ihrer Ausbildung muss die Astrophysikerin sogar mehrere Tage isoliert in einer Höhle verbringen. Auch Suzanna findet die aktuelle Situation herausfordernd: "Alle konnten sich schon als Astronauten fühlen", meint die Wissenschaftlerin über das Gefühl, sich immer nur in einem Raum aufzuhalten. Trotzdem hat sie ein paar Tipps aus dem Weltall, wie wir zu Hause besser klarkommen können.

Wir können etwas gegen die Lockdown-Belastung tun

Der Psychologe Björn Schlier erforscht, wie die Maßnahmen während der Coronavirus-Pandemie auf unsere Psyche wirken. Dabei geht es sehr viel um das Gefühl der Einsamkeit: Menschen, die alleine wohnen, geht es oft schlechter, als denen, die in einer WG oder mit der Familie leben. Wie wir unsere Psyche in dieser Zeit unterstützen können, hört ihr im Podcast.

Infos zu Corona und psychischer Gesundheit

  • Psychische Belastungen nehmen während der Corona-Pandemie messbar zu, das zeigt etwa auch eine Untersuchung der Universität Basel: Der Anteil der Menschen mit depressiven Symptomen ist im April um acht Prozent und im November nochmal um 18 Prozent gestiegen. Britische Forschende warnen zudem auch vor langfristigen psychischen Folgen, die durch die Pandemie ausgelöst werden können.
  • Was Menschen hilft, mit der Situation besser zurecht zu kommen, hat ein deutsch-österreichisches Forschungsteam untersucht: Im Frühjahr ging es denjenigen besser, die viel Sinn in ihrem Leben empfinden. Außerdem kamen Menschen besser mit der Lage zurecht, die eine gute Selbstkontrolle haben.
  • Falls du psychologische Unterstützung suchst: Sofortige Hilfe erhältst du rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummern 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222. Das Angebot gibt es auch im Internet unter www.telefonseelsorge.de.
  • Ab 21
  • Moderator:  Dominik Schottner
  • Gesprächspartnerin:  Anna, lebt seit der Pandemie wieder bei ihren Eltern
  • Gesprächspartnerin:  Suzanna Randall, Astrophysikerin und angehende Astronautin
  • Gesprächspartner:  Dr. Björn Schlier, Psychologe an der Uni Hamburg