Seit das neuartige Coronavirus sich auch in Deutschland immer mehr verbreitet, heißt eine Maßnahme: Sozialleben reduzieren. Das rät uns dringend Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wie verändern sich unsere sozialen Kontakte dadurch? Und was macht das mit unseren Beziehungen?

In Kneipen, Theater oder Clubs auszugehen, wird immer schwieriger. Der Semesterstart wurde nach hinten verschoben. Viele werden in den kommenden Tagen und Wochen im Homeoffice arbeiten. Keine Gespräche mehr mit Kolleginnen auf dem Gang, keine Parties mit Freundinnen. Das Virus verändert unser gesamtes soziales Leben.

Budenkoller und andere Stressfaktoren

Für manche klingen vier Wochen auf 50 Quadratmetern nach purer Romantik, andere können sich nichts Schlimmeres vorstellen. In Paarbeziehungen könnte es in den kommenden Wochen auch mal knirschen, wenn sich beide die ganze Zeit auf der Pelle hocken.

Klare Ansagen und gegenseitige Unterstützung

Paartherapeut Eric Hegmann ist der Meinung, dass Paare die Zweisamkeit im Homeoffice als "Chance sehen sollten, sich bei diesem Chaos draußen gegenseitig in der Angst und Panik zu unterstützen."

Wenn wir jetzt aber auch mal lieber alleine sein wollen, dann müssen wir unseren Freund*innen deutlich kommunizieren. Das gilt nicht nur für Corona-Zeiten, sondern prinzipiell, wie Coachin Lea Vogel erklärt. Sie sagt: "Da hilft nur klar zu machen: 'Das liegt nicht an dir!'"

Autorin Sarah findet es "jetzt wichtiger denn je" Freundinnen klar zu machen, wenn wir Zeit mit uns alleine brauchen. Sie selbst benötigt das immer schon, um sich "zu sammeln und bei sich selbst einzuchecken."