Menschenähnliche Sexroboter, Sex in jeglicher Ausgestaltung in einer virtuellen Umgebung. Wie die Pornoindustrie technische Entwicklungen nutzt und künstlichen Sex so echt wie nie zu vor werden lässt. Eine Stunde Liebe.

Es ist eine Art Menschheitstraum: Ein perfektes Menschenabbild zu schaffen, einen Roboter, der schön ist, klug und den man dann am besten auch noch für alles, was man denn gerne hätte, mit ins Bett nehmen kann. Unternehmen arbeiten gerade daran den ersten Sexroboter auf den Markt zu bringen.

Silikonpuppen mit Körperöffnungen und Stöhnlauten

Die Entwicklung solcher Puppen hat auch Kritiker auf den Plan gerufen. Kathleen Richardson beschäftigt sich an der Uni in Leicester mit Roboterethik und hat die "Campain against Sexrobots" gestartet. Sie ist der Meinung, Sexroboter gefährdeten zwischenmenschliche Beziehungen.

Man kann Silikonpuppen bauen, die Stöhnlaute von sich geben, beweglich sind, die Körperöffnungen und Motoren haben. An der Intelligenz dieser Puppen scheitert es allerdings bis auf weiteres, sagt Michael Kipp, Professor für Informatik an der Hochschule Augsburg, der einige Jahre am deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz gearbeitet hat: "Ein System zu bauen, was glaubwürdig über längere Zeit intelligent agiert, so dass man auch eine gewisse Bindung aufbaut - davon sind wir noch Jahrzehnte weg."

"Ich war heilfroh, den Ausknopf zu finden, als der Mann zwei Zentimeter vor meinem Gesicht anfing zu onanieren."
Inga Hinnenkamp, DRadio Wissen

Leichter als menschenähnliche Sex-Roboter zu bauen, ist es, in die Welt virtueller Geschöpfe abzutauchen - mit Hilfe von Virtual Reality. Die Hardware ist inzwischen erschwinglich, und die Pornoindustrie tüftelt an entsprechender Software.

Moderatorin Inga Hinnenkamp hat sich in die Egoperspektive einer Frau begeben, die auf einem Bett liegt und von einem Mann verwöhnt wird. Sie war froh, den Ausknopf zu finden, als der Mann zwei Zentimeter vor ihrem Gesicht anfing zu onanieren.

Wie VR-Pornos bei Männern ankommen, ob es wirklich nur abschreckend ist und was Philipp aus Berlin in der Realität in der aktuellen Ausgabe vom Liebestagebuch erlebt hat, hört ihr in "Eine Stunde Liebe".