Als Kinder haben wir uns abwaschbare Superman-Tattoos aufgeklebt. Heute haben diese Tätowierungen ganz neue Features - sie messen biometrische Daten und schicken sie direkt an den Hausarzt. Datenschutz?! Ja, das ist ein Problem dabei.

Noch nie war es so einfach, ein Cyborg zu werden: Tattoo aufkleben, Blutdruck und Herzfrequenz messen und an den Hausarzt schicken lassen. Das US-amerikanische Startup Chaotic Moon hat sich die biometrischen Tätowierungen ausgedacht. Und das funktioniert so: Zusammen mit der leitenden Farbe werden Sensoren auf die Haut aufgetragen, die Körperwerte registrieren. Die werden dann per Bluetooth- oder Netzwerkverbindung an Apps oder Computer - zum Beispiel vom Hausarzt - gefunkt. Wenn man das Tattoo nicht mehr braucht, kann man es einfach wieder abwaschen.

Chaotic Moon findet, die Tattoos könnten außer der medizinischen Funktion auch militärisch angewendet werden. Oder Eltern könnten so überprüfen, wo sich ihre Kinder befinden.

Kein Datenschutz für Cyborgs?

Und der Datenschutz?! Ist problematisch, schreibt das Blog Techcrunch. Immerhin können die User getrackt werden und natürlich können die Daten in falsche Hände geraten. Chaotic Moon will sich vorerst nicht darum kümmern - das sollen Käufer und Anwender selbst machen.

Bisher ist das Projekt noch in der Entwicklungsphase. Aber es gibt ähnliche Ideen: Ein Team der University of California in San Diego versucht bereits, aus Schweiß elektrische Energie zu gewinnen und Motorola hat schon überlegt, Mikrofone per Tätowierung an der Kehle ihrer Handy-Kunden anzubringen. Motorola hat auch im letzten Jahr bereits ein Tattoo vorgestellt, mit dem man sein Handy entsperren kann. Und es gibt Startups wie Grindhouse Wetware, das RFID-Chips in den menschlichen Körper implantiert, damit lässt sich das Garagentor automatisch öffnen.