Wer kennt sie nicht, die Gedankenschleifen nach der Arbeit oder Uni, die meistens gar nichts bringen. Woher kommt das viele Nach- und Überdenken? Und was können wir dagegen tun? Das lassen wir uns von einer betroffenen Grüblerin, einer Psychologin und einer Neurowissenschaftlerin erklären.

Dutzende Male die Situation im Kopf durchgespielt, an der eigenen Entscheidung gezweifelt, schlaflos im Bett gelegen: Wir grübeln gerne, statt einfach mal zu machen, obwohl es uns in den allermeisten Fällen wenig weiterbringt.

Was macht Grübelei mit uns?

So geht es auch der Youtuberin Ilona Nurow. Die 20-Jährige habe große Schwierigkeiten, auf Menschen zuzugehen, weil ihre Gedanken im Kopf ununterbrochen darum kreisen, was dabei schief laufen könnte, erzählt sie.

Auf der anderen Seite hat sie über 60.000 Instagram-Follower - dabei macht sich Ilona aber keine Gedanken. Wie sie das miteinander vereinbart, erzählt Ilona im Podcast.

„Es ist eine Blockade, die ich mir selbst gesetzt habe.“
Ilona Nurow

Wissenschaftlich ist es nicht ganz klar, wieso wir eigentlich grübeln. Für unsere Psyche sei das aber kurzfristig ein ganz gutes Mittel, uns von Problemen abzulenken, erläutert die Psychologin Anna-Marie Raith. Doch langfristig kämen wir aber nicht zum Handeln, was keine hilfreiche Strategie sei. Zu viel Nachdenken könne sogar zu einer Depression werden, warnt Anna-Maria Raith.

Grübeln: Das passiert in unserem Gehirn

Möglichkeiten, aus dem Gedankenkarussell zu entkommen, gibt es trotzdem, meint Dr. Esther Kuehn. Zwar können wir das Gehirn nicht „abschalten“, sagt die Neurowissenschaftlerin.

Eine Ruhephase ohne viel nachzudenken sei aber ebenso wichtig wie die aktive Phase. Wie wir diese Balance besser halten können, erklärt Dr. Esther Kuehn im Ab21-Podcast.