John ist ein junger Deutsch-Amerikaner, der in Deutschland lebt, aber den es auch immer wieder nach Amerika zieht. Ein Leben in den USA kann er sich im Moment nicht vorstellen, trotzdem setzt er sich für einen politischen Wandel in Amerika ein.

John Grosser verbindet die USA mit langen Sommerferien bei seinen Großeltern auf dem Land und aufregende Roadtrips. Er war immer wieder im Urlaub in den USA, ist aber in Deutschland aufgewachsen. "Es war unglaublich schön. Amerika ist auch ein unglaublich schönes Land."

Getrübt wurden die Gefühle von John erst, als er für das Studium in die USA ging. Dieses Mal lebte er alleine, und ihm wurde klar, dass das Amerika, mit welchem er tolle Kindheitserinnerungen verband, auch andere Seiten hat.

"Da wurde mir klar, wie verzerrt das Bild aus meiner Kindheit war, wo ich bei meinen weißen Großeltern, denen es finanziell nicht schlecht ging, auf dem Land lebte."
John Grosser, 21, Deutsch-Amerikaner

In dieser Zeit lernt John, dass Amerika nicht nur Freiheit, sondern vor allem auch Ungleichheit bedeuten kann. Er lernt die USA als ein zutiefst sexistisches und rassistisches Land kennen, als ein Land in dem "viele Bevölkerungsgruppen systematisch diskriminiert werden", wie er sagt.

John macht in Deutschland US-Wahlkampf

Was John aber fasziniert, seien die Idee und die damit zusammenhängenden Werte, die hinter Amerika stehen. Auch wenn diese Idee gerade nicht der Realität entsprechen würde, so wäre das Land voller Menschen, die für dieses Ideal kämpfen und sich dafür einsetzen.

Obwohl er in Deutschland lebt, engagiert sich John politisch für die USA. Schon 2016 unterstützte er den Wahlkampf der US-Demokraten in den USA. Auch dieses Mal steht er auf der Seite der Demokraten und hofft auf Joe Biden.

Gerade könne sich der 21-Jährige nicht vorstellen in den USA zu leben. Unethisch und unverantwortlich fände er es, dort eine Familie zu gründen, wobei er doch die Möglichkeit haben würde, das auch in Deutschland zu tun. "Aber länger in die USA zu gehen, um für eine Änderung der Umstände zu kämpfen - das kann ich mir schon deutlich eher vorstellen."

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