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Der deutsche Astronaut Matthias Maurer soll zur ISS fliegen. Nach Alexander Gerst wäre er der nächste deutsche Astronaut, der zur Internationalen Raumstation fliegt. Wie sich der gebürtige Saarländer auf seine Mission vorbereitet, erzählt er im Interview.

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Seit zwölf Jahren wartet Matthias Maurer darauf, ins All fliegen zu dürfen. Schon 2008 hatte er sich auf eine Stelle als Astronaut beworben. Im Herbst 2021 soll es soweit sein. Dann wird der 50-Jährige an Bord einer SpaceX-Raumkapsel des kommerziellen Programmes der Nasa zur ISS aufbrechen. Nach Alexander Gerst wäre er der nächste deutsche Astronaut sein, der zur internationalen Raumstation fliegt.

Corona erschwert das Training der Astronauten

Die Vorbereitungen für die Reise ins All laufen schon auf Hochtouren. Zurzeit befindet sich der 50-jährige Saarländer in Texas, wo er bei der Nasa für die Mission in der Schwerelosigkeit trainiert.

Das beinhaltet zum einen Sport – auf der ISS müssen sich die Astronauten zwei Stunden täglich bewegen. Zum anderen lernt Matthias Maurer, wie die Raumstation technisch funktioniert. Im Fall der Fälle müssen Astronauten wissen, was zu tun ist, wenn ein Feuer ausbricht oder die Luft in der Station durch chemische Bestandteile vergiftet wird.

Und auch wenn Matthias Maurer dann weit weg von allen irdischen Problemen entfernt ist, noch bekommt auch er sie deutlich zu spüren. So auch die Corona-Pandemie. Um seine Gesundheit und damit seinen Flug ins All nicht zu gefährden, verzichtet er dieses Jahr darauf, seine Familie an Weihnachten zu besuchen.

"Wir müssen natürlich sicher sein, dass wir nicht krank werden. Selbst wenn ich nur drei bis vier Wochen ausfalle, kann das schon genügen, um meinen Flug Ende nächsten Jahres zu verlieren."
Matthias Maurer, Astronaut bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA

Wenn alles gut geht, wird der Materialwissenschaftler also Ende nächsten Jahres in 400 Kilometern Höhe Experimente auf der ISS durchführen. "Wir versuchen zu verstehen, wie sich Leben und Pflanzen unter Schwerelosigkeit verhalten." Ein anderes Thema sind Werkstoffe, die im Weltall getestet werden. "Wir haben verschiedene Öfen, in denen wir auch Metalle aufschmelzen können", erklärt er. "Dann schauen wir uns an, wie sich diese Metalle in der Schwerelosigkeit wieder verfestigen." Das sei nämlich anders als auf der Erde. Diese Erkenntnisse werden genutzt, um zum Beispiel Automotoren zu simulieren, die weniger Energie verbrauchen.

Sein Vorgänger Alexander Gerst hat viel über seine Eindrücke im All getwittert und sogar Pressekonferenzen von dort abgehalten. Auch Matthias Maurer will seine Eindrücke von der ISS mit den Menschen teilen.

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"Ziel meiner Reise ist, die Menschen mitzunehmen in den Weltraum. Ich möchte jedem, der davon träumt, in den Weltraum zu fliegen, erzählen, was ich erlebe."
Matthias Maurer, Astronaut bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA

An persönlichen Dingen darf Maurer laut Nasa-Vorgaben übrigens nur anderthalb Kilo mitnehmen. Aber zurückkommen wird er dann mit viel mehr: einem erfüllten Lebenstraum.