Am Freitag ist das dritte Album von Dillon erschienen, es heißt "Kind" - und wir finden, am Besten hört ihr es nachts, beim Spazieren gehen.

Ein "Gute-Laune-Party-Album" ist "Kind" nicht gerade. Eher düster klingen die meisten der Balladen. Und irgendwie geht es immer um Liebe - das sei ihr aber erst klar geworden, als sie schon mitten im Schreibprozess war, sagt Dillon.

"Kind" ist auf jeden Fall ein sehr interessantes und intensives Album, findet unser Autor Manuel Unger, der die Sängerin für uns interviewt hat.

"Und ich finde, dass man ihr Album am besten über Kopfhörer hören sollte, vielleicht sogar, wenn man durch die Natur spaziert. Dann kann man auf ihre Worte hören, die elektronischen Klänge und Klaviersounds, gepaart mit ihrer Stimme, die an Björk und Kate Bush erinnert."
Manuel Unger
Eine Frau am Mikrofon
© Dena Kelishadi | Deutschlandfunk Nova
Dillon: In Brasilien geboren, aufgewachsen in Deutschland. Heute lebt Dominique Dillon de Byington - so ihr voller Name - in Berlin.

Auch Dillon geht zu ihrer Musik sehr oft spazieren - denn dabei kommen ihr die besten Ideen, wie sie uns erzählt. "Ich dichte viel, während ich spaziere. Und ich singe es teilweise in mein Telefon rein, über meine Kopfhörer."

"Das ganze Album is about being kind. Wie viel wir davon verlieren, je älter wir werden... Man stumpft ab und wird zynisch. Vielleicht nicht du und auch nicht ich, aber sehr viele. Und das ist etwas, was man als Kind nicht haben sollte und auch nicht hat, eigentlich."
Dillon